Titelbild: Morgenkreis, mehrere Kinder aus Papier halten Händchen

Grundlagen sexueller Bildung für pädagogische Fachkräfte

„Sexualität ist ein existentielles Grundbedürfnis des Menschen und ein zentraler Bestandteil seiner Identität und Persönlichkeitsentwicklung.“

Rahmenkonzept zur Sexualaufklärung, BZgA, 2016

Das werden Sie lernen

  • Grundlagen und Konzepte sexueller Bildung
  • Sexualität im Lebensverlauf
  • Sexualität und Macht
  • Reflexion eigener Erfahrungen, Haltung und Herausforderungen im Umgang mit Sexualität
  • Schutzkonzepte für Kinder und Jugendliche
  • Normativität und pädagogische Professionen

Inhalte

Sexualität konfrontiert pädagogische Fachkräfte in unterschiedlichen Handlungs- und Arbeitsfeldern mit komplexen Anforderungen. Menschenrechtsbasierte sexuelle Bildung soll alle Menschen dazu befähigen, ihre sexuellen und reproduktiven Rechte zu kennen und selbstbestimmt in Anspruch nehmen zu können – das erfordert Haltung, Wissen und Handlungssicherheit. Im Spannungsfeld zwischen Schutz vor sexualisierter Gewalt und der Ermöglichung sexueller Selbstbestimmung unterstützt eine Auseinandersetzung mit Rahmenbedingungen, Inhalten und Möglichkeiten sexueller Bildung professionelles Handeln und stärkt einen sensiblen, reflektierten und fundierten Umgang mit Sexualität in der pädagogischen Praxis.
Das Seminar in fünf Modulen vermittelt Grundlagen sexueller Bildung und integriert Impulse zur praktischen Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex. Die methodische Gestaltung ermöglicht und begrüßt die Teilnahme von Praktiker*innen unterschiedlicher pädagogischer Arbeitsfelder und Adressat*innengruppen. Mit der Kombination von theoretischem Wissen, praktischen Methoden und reflexiven Anteilen zielt das Seminar darauf ab, die Kompetenz von Fachkräften im pädagogischen Umgang mit Sexualität nachhaltig zu fördern. Zugleich wird ein kritisches Verständnis aktueller Diskurse zu Sexualität und sexueller Bildung vermittelt, das zur weiterführenden Auseinandersetzung mit dem Themenfeld in der eigenen Praxis anregen und befähigen soll.

Weitere Information siehe „Aufbau“!

Zusätzliche Informationen

Diese Weiterbildung wurde von der Forschungsstelle Sexualität der PH Freiburg konzipiert.

Kursinformationen

Termine
2026: 09.10.2026 - 12.12.2026
Dauer
5 Module à 1,5 Tage
Adresse
Akademie Freiburg
Basler Straße 65, 79100 Freiburg
Zertifikat
Teilnahmebescheinigung
Kosten
Normal: 990 €
Studierende (in Vollzeit): 590 €
JHW-Mitarbeitende: Für Mitarbeitende des JHW Freiburg e.V. werden die Kosten vom Arbeitgeber übernommen
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Aufbau

Kennenlernen, Grundlagen, Erarbeitung eines Sexualitätsverständnisses im Seminarkontext

Grundlagen sexueller Bildung: Überblick über Konzepte sexueller Bildung, deren Bedeutung in der pädagogischen Praxis sowie rechtliche und pädagogische Rahmenbedingungen

Normativität und pädagogische Professionen
Normativität und Sexualität

Sexualität und Macht
Sexualität im Lebensverlauf

Einblicke in die Arbeit mit Methoden (dezidiert sexualpädagogische Methoden, Interaktionsmethoden, Rollenspiele) und erste Erprobungen

Reflexion eigener Erfahrungen, Haltung und Herausforderungen im Umgang mit Sexualität

Sexuelle/sexualisierte Gewalt in pädagogischen Einrichtungen: Begriffe, Stand der Forschung, Phänomenbereiche (sexuelle Gewalt/ Missbrauch, etc.)

Disclosure/ Anerkennung im Kontext sexueller Gewalt und psychosozialer Berufe
Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Erwachsene  (Zentrale Achsen: Wissen/ Nähe und Distanz/Reflexion/ Haltung)
Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen – Peergewalt
Schutzkonzepte

Zielgruppen und Settings: Erarbeitung zielgruppengerechter Inhalte und Methoden sexueller Bildung für konkrete Arbeitszusammenhänge und Adressat*innen der Teilnehmenden (etwa: Schule, offene/ambulante Settings für verschiedene Zielgruppen, stationäre Settings für verschiedene Zielgruppen)
Reflexion zu Vorannahmen und Erwartungen im Kontext Sexualität

Verschiedene Zielgruppen und Settings II
Abschluss

Dozierende

Porträt von Jana Ammann
Jana Ammann
Dozentin
Diversität und Inklusion (M.A.)
Jana Ammann arbeitet inner- und außerhalb akademischer Kontexte unter anderem in der Erwachsenenbildung und ist erfahren in den Feldern der sexuellen Bildung und sexualitätsbezogenen Beratung. Ihre Schwerpunkte sind soziologische Perspektiven auf Sexualität, sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sowie diskriminierungssensible Praxis.
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Porträt Dr. Daniel Doll
Dr. Daniel Doll
Dozent
Dr. phil., Soziale Arbeit (M.A.)
Dr. Daniel Doll ist am Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in München tätig. In Forschung und Hochschullehre widmet er sich insbesondere den Themenbereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der sozialen Ungleichheit sowie der Prävention und Aufarbeitung von Gewalt in Kindheit und Jugend. Dabei verbindet er wissenschaftliche Analysen mit praxisorientierten Ansätzen und leistet damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung sozialer Unterstützungsangebote, insbesondere im Bereich der Sozialen Arbeit, sowie zum besseren Verständnis gesellschaftlicher Herausforderungen.
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Termine

2026
Seminar 1
09./10.10.2026
Seminar 2
30./31.10.2026
Seminar 3
13./14.11.2026
Seminar 4
27./28.11.2026
Seminar 5
11./12.12.2026

Kosten

Normal

990 €

Studierende (in Vollzeit)

590 €

JHW-Mitarbeitende

Für Mitarbeitende des JHW Freiburg e.V. werden die Kosten vom Arbeitgeber übernommen

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