Personzentrierte Gesprächsführung
„Das merkwürdige Paradoxon ist, dass ich mich ändern kann, wenn ich mich selbst so akzeptiere, wie ich bin.“ – Carl Rogers
Dauer
Teilnahmebescheinigung
Nach erfolgreicher Teilnahme wird ein Zertifikat über 100 Unterrichtseinheiten in personzentrierter Beratung ausgestellt. Zudem werden 25 Stunden Peergruppenarbeit ausgewiesen. In Absprache mit der Studiengangsleitung können 6 ECTS Punkte anerkannt werden.
Das werden Sie lernen
- Sensibilisierung für das eigene und das fremde Erleben
- Entwicklung von Kompetenzen, um Gespräche zu vertiefen und wertschätzend zu gestalten
- Stärkung der eigenen Authentizität in Gesprächen
- Verbesserung der Gesprächsführungskompetenz
- Erlernen von Methoden und Verhaltensweisen, um berufliche Aufgaben mit anderen Menschen konstruktiver und befriedigender zu bewältigen
Inhalte
Im Zentrum des personzentrierten Ansatzes steht die Person mit ihrer subjektiven Erfahrung und ihrem individuellen Erleben. Dieser humanistische Ansatz bietet Menschen einen wertschätzenden, empathischen und authentischen Beziehungsraum, in dem persönliches Wachstum und ein höheres Selbstvertrauen möglich werden. Wenn wir in einem personzentrierten Gesprächskontakt mit unserem inneren Erleben aus Gedanken, Gefühlen und körperlich Empfundenem wirklich gesehen, gehört und verstanden werden, entwickeln wir aus eigener Kraft neue Schritte in eine konstruktive Richtung.
In diesem heilsamen Beziehungs- und Beratungsraum kommen wir mehr in Kontakt mit uns selbst, was zugleich einen tieferen Kontakt mit anderen Menschen ermöglicht.
Die personzentrierte Gesprächsführung und Beratung unterstützt Menschen dabei, sich in schwierigen Veränderungs- und Orientierungsprozessen oder bei Problembewältigungen selbstbestimmt weiterzuentwickeln. Das kann in jeder zwischenmenschlichen Beziehung hilfreich und konstruktiv sein – sowohl im beruflichen Kontext in der Beratung hilfesuchender Menschen als auch in der Teamarbeit, Führung oder im privaten Leben.
Der personzentrierte Ansatz wurde von dem Psychologen und Psychotherapeuten Prof. Carl Rogers (1902–1987), Mitbegründer der Humanistischen Psychologie, entwickelt. Bis heute stellt dieser wissenschaftlich fundierte und anerkannte Ansatz eine grundlegende Haltung für konstruktive Kommunikation und Beratung dar und findet sich als wesentliche Grundlage in zahlreichen Bereichen wieder, z. B. in der psychosozialen und psychologischen Beratung, dem Coaching, der Mediation, der Supervision und der Psychotherapie.
Diese Weiterbildung vermittelt in fünf Modulen die Praxis der Gesprächsführung und Beratung nach personzentrierten Prinzipien und richtet sich an Berufstätige und Studierende aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern (Bildungs‑, Sozial‑, Gesundheitswesen sowie Wirtschaft).
Methoden
- Lernen am Modell durch Konzeptvorstellungen und Demonstrationsgespräche
- Erfahrungsorientiertes und prozessorientiertes Lernen in Kleingruppen
- Lernen aus praktischen Gesprächs- und Beratungssequenzen aus dem Alltag der Teilnehmenden
- Kurzvorträge im Plenum, Impulsreferate und begleitende Lektüre zur Vertiefung
- Reflexion von Video-Gesprächssequenzen
- Live-Supervision von Übungsgesprächen in Kleingruppen
- Erstellung und Reflexion einer Video-Dokumentation eines eigenen personzentrierten Gesprächs zum Abschluss der Weiterbildung
Es sind zusätzliche Übungstreffen in Kleingruppen zwischen den Seminarwochenenden vorgesehen.
Zusätzliche Informationen
Zusätzliche Übungstreffen in Kleingruppen zwischen den Seminarwochenenden sind vorgesehen.
Aufbau
Die Kunst des Zuhörens
Die Macht der klaren Botschaft
Gefühle und das Selbstkonzept: Konstruktive Persönlichkeitsentwicklung
Kreative Erweiterungen: Sprechen mit Bildern, Metaphern, Körperwahrnehmungen
Reflexion und Praxistransfer durch Video-Präsentation von Gesprächsausschnitten