Mehrteiligesbild Mediation, mehrere Personen die auf Notizblöckeschreiben und freie Stühle

Mediation: Zertifizierte Ausbildung

„Die Frage ist nicht, ob Konflikte auftreten, sondern wie wir damit umgehen.“ – Christian von Baumbach

Brücken bauen, Verständnis schaffen, Konflikte lösen

Infoveranstaltungen im Frühjahr 2026

Das werden Sie lernen

  • Grundlagen der Mediation: Verstehen Sie die Grundsätze und Verfahren gemäß dem Mediationsgesetz (MediationsG).
  • Prinzipien der Mediation: Erlernen Sie die Anwendung von Allparteilichkeit, Ergebnisoffenheit, Vertraulichkeit und Freiwilligkeit.
  • Konfliktlösung und Gesprächsführung: Entwickeln Sie die Fähigkeit, Konflikte sowohl auf sachlicher als auch auf emotionaler Ebene zu lösen und fördern Sie gegenseitiges Verständnis.
  • Win-Win-Lösungen: Erarbeiten Sie rechtlich bindende Einigungen und Lösungen, die allen Parteien zugutekommen.
  • Verschiedene Anwendungsgebiete: Entdecken Sie den Einsatz von Mediation in verschiedenen Bereichen wie Familie, Erbschaft, Unternehmen und Schule.

Inhalte

  • Konfliktlösung: Bearbeitung von Konflikten auf sachlicher und emotionaler Ebene zur Förderung einvernehmlicher Lösungen.
  • Konstruktive Beilegung: Frühzeitige und konstruktive Konfliktlösung ohne gerichtliche Verfahren.
  • Kompetenzentwicklung: Förderung von selbstverantwortlichen und konstruktiven Lösungsansätzen in beruflichen und privaten Kontexten.
  • Strukturierte Mediation: Klar gegliedertes Verfahren mit fünf Phasen der Mediation zur Unterstützung der Beteiligten durch einen Mediator oder eine Mediatorin.
  • Lösungsorientierte Ansätze: Einsatz von ressourcenorientierten Methoden zur Konfliktbewältigung.
  • Erfahrenes Ausbildungsteam: Schulung und Ausbildung durch ein Team von erfahrenen Mediatoren aus verschiedenen Fachbereichen.

Ziel der Mediationsausbildung an der Akademie ist es, ein umfassendes professionelles Konfliktverständnis zu entwickeln und sich mit der persönlichen Haltung und Einstellung auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Ausbildung werden sowohl die Sachebene als auch die juristische Einbettung des Mediationsverfahrens sowie die emotionale Seite von Konflikten ausführlich erarbeitet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlernen mediative Techniken und Methoden und können diese in ihren Berufsalltag integrieren oder als selbständige Mediator*innen anwenden.

 

Methoden

  • Vielfältige Methoden: Einsatz von interdisziplinären Methoden wie Kurzvorträgen, Gruppenarbeiten, Demonstrationen, Rollenspielen, Feedback, Fallbeispielen, Übungen, Supervision und Selbsterfahrung
  • Unterstützende Materialien: Ein begleitendes Skript und Fotoprotokolle jedes Moduls erleichtern die Vor- und Nachbereitung. Literaturempfehlungen zum Selbststudium werden bereitgestellt
  • Peer-Gruppen: Bildung von Peer-Gruppen zur Vertiefung der Inhalte, deren Arbeit in der Ausbildung reflektiert und begleitet wird
  • Selbstreflexion: Die Teilnehmenden reflektieren ihr eigenes Konfliktverhalten und entwickeln ein tieferes Verständnis für die Dynamik von Konflikten

Zum Weiterlesen

Zum Weiterhören

Zusätzliche Informationen

Mediation ist ein anerkanntes und strukturiertes Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktlösung. Seit 2012 sind das Mediationsverfahren und seine Grundsätze gesetzlich im Mediationsgesetz (MediationsG) geregelt. Seit September 2017 gilt die Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV), die zum 01.03.2024 überarbeitet wurde.

In einer Mediation gelten das Konsens- und Autonomieprinzip und während des Prozesses entwickeln die Beteiligten mit Hilfe der Mediatorin/des Mediators ihre individuellen, für sie passenden Lösungen. Am Ende eines Mediationsverfahrens steht in der Regel eine Einigung, die bei Bedarf als Vereinbarung rechtlich bindend formuliert werden kann.

Ziel der Mediation ist eine Befriedung des Konflikts sowohl auf der Sachebene als auch auf der persönlich-emotionalen Ebene. Dies unterscheidet die Mediation wesentlich von anderen Konfliktlösungsverfahren.

Zusätzlich zur Klärung der Sachfragen wird angestrebt, die Beteiligten auf der emotionalen Ebene zu einem gegenseitigen Verständnis zu führen. So können Win-Win-Lösungen auf Augenhöhe entwickelt werden, mit denen sich alle Konfliktparteien identifizieren können. Von grundlegender Bedeutung in diesem Prozess sind die Prinzipien der

  •  Allparteilichkeit
  •  Ergebnisoffenheit
  •  Vertraulichkeit und
  •  Freiwilligkeit

Eine klare Gliederung des gesamten Mediationsverfahrens unterstützt die Begleitung der Beteiligten bei der Konfliktlösung. Mediation trägt dazu bei, Streitigkeiten frühzeitig ohne Gerichtsverfahren beizulegen.

Mediation ist ein lösungs- und ressourcenorientiertes Verfahren. Sie eignet sich für Fach- und Führungskräfte, die in ihrem beruflichen (und auch privaten) Umfeld mit (Mitarbeiter-)konflikten konfrontiert sind und diese konstruktiv und selbstverantwortlich lösen wollen.

Wesentliche Anwendungsgebiete der Mediation sind Familienmediation, Trennungs- und Scheidungsmediation, Erbschaftsmediation, Mediation in Gruppen und Teams, Mediation in Unternehmen, Mediation in Schulen, Nachbarschaftsmediation, interkulturelle Mediation und Umweltmediation.

Diese Anwendungsgebiete stellen vielfältige Anforderungen an die Qualifikation von Mediator*innen. Durch das multidisziplinäre Ausbildungsteam (Juristin, Diplom-Betriebswirtin (FH), Diplom-Psychologe) werden alle theoretischen und praktischen Aspekte der Mediation umfassend vermittelt.

Das Bundesgesetzblatt zur Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung – ZMediatAusbV) finden Sie hier.

 

Inhalte

  • Rechtliche und psychologische Grundlagen der Mediation
  • Abgrenzung der Mediation zu streitigen Verfahren
  • Unterschiedliche Settings und Anwendungsgebiete
  • Prinzipien, Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation
  • Konfliktkompetenz und Verhandlungsführung
  • Gesprächsführung und Kommunikationstechniken
  • Erfassung wesentlicher Bedürfnisse und Zielsetzungen
  • Erlernen kreativer Methoden zur Problem- und Konfliktlösung
  • Umgang mit Blockaden und Konflikt-Eskalationen
  • Persönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis

 

Die Ausbildung entspricht den gesetzlichen Vorgaben und Ausbildungsinhalten nach § 5 Mediationsgesetz für den zertifizierten Mediator (ZMediatAusbV) und den Standards des Grundlagenkurses des Bundesverbandes Mediation (BM).

Kursinformationen

Termine
Kurs 2026: 12.06.2026 - 11.04.2027
Dauer
9 Module
Kursort
Akademie
Adresse
Akademie Freiburg
Basler Straße 65, 79100 Freiburg
Zertifikat
Teilnahmebescheinigung
Kosten
Normal: 3.500 €
Jetzt anmelden

Dozierende

Porträt: Cordier Carolin
Carolin Cordier
Dozentin
Rechtsanwältin
Ausbilderin in Mediation BM®, BAFM®
www.kanzlei-cordier.de
Carolin Cordier arbeitet seit über 10 Jahren in freiberuflicher Praxis als Rechtsanwältin und Mediatorin mit den Schwerpunkten Familien- und Erbrecht und ist seit 2014 in der Aus- und Weiterbildung von Mediator*innen tätig.
Mehr anzeigen Weniger anzeigen
Porträt: Saad Sonja
Sonja Saad
Dozentin
Diplom-Betriebswirtin (FH)
Ausbilderin in Mediation (BM®)
Zert. Coach (IfBE)
Systemische Beraterin (M.A.)
www.saad-mediation.de
Tätig in der Systemischen Beratung, Konfliktklärung und Supervison für Teams, Mediation, systemischen Elternarbeit und trauma- sowie kultursensiblen Beratung.
Mehr anzeigen Weniger anzeigen
Porträt: Fischer Sybille
Sibylle Fischer
Dozentin
Kindheitspädagogik (M.A.)
Mediatorin (M.M.)
Supervisorin (M.A.)
Mitarbeiterin der Evangelischen Hochschule Freiburg
RECOS-Beauftragte; Chancen-gleich!
Mehr anzeigen Weniger anzeigen

Termine

Kurs 2026

Modul 1: 12./13.06.2026
Modul 2: 10./11.07.2026
Modul 3: 18./19.09.2026
Modul 4: 26.09.2026 (online)
Modul 5:
09./10.10.2026
Modul 6: 20./21.11.2026
Modul 7: 30.01.2027 (online)
Modul 8:
26./27.02.2027
Modul 9: 09.-11.04.2027

Seminarzeiten in Präsenz
Fr, 08.45 – 18.15 Uhr
Sa, 08.45 – 18.15 Uhr
So, 08.45 – 16.00 Uhr

Seminarzeiten online
Sa, 09.00 – 15.00 Uhr


Kosten

Normal

3.500 €

Studierendenrabatt möglich, bitte schreiben Sie uns dazu an andrea.munding@akademie-freiburg.de


Teilnahmezertifikat

Die Ausbildung entspricht der seit 1.März 2024 gültigen Fassung der Mediatoren-Ausbildungsverordnung (MediatAusbV).
Zur Erlangung des Zertifikats benötigen Sie nach Abschluss des Ausbildungslehrgangs (130 h) in den drei Folgejahren noch 5 supervidierte Mediationen oder Co-Mediationsfälle, die von einer Supervisorin/einem Supervisor bescheinigt werden.

Weitere 20 Stunden Peergruppenarbeit werden während der Ausbildung angeleitet und bescheinigt. Somit entspricht die Ausbildung auch den Richtlinien des Bundesverbands Mediation e.V. (BM*) zum/zur lizensierten Mediator:in . Zusätzlich zur angebotenen Grundausbildung sind hierfür noch 30 weitere Ausbildungsstunden in ausgewählten Anwendungsgebieten sowie 30 Stunden Supervision erforderlich.

 

Diese Veranstaltung kann an der Pädagogischen Hochschule Freiburg in einigen Studiengängen in Absprache mit der Studiengangsleitung als Prüfungsleistungen angerechnet werden. Die Teilnahme an dieser Ausbildung entspricht einem Workload von 9 ECTS.

Jetzt anmelden

Bei Fragen erreichen Sie uns per E-Mail andrea.munding@akademie-freiburg.de oder telefonisch unter 0761/480 821 – 24

Wir freuen uns auf Sie!

Kursanmeldung

Gesamtbetrag:

Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Wir haben Ihre Anmeldung erfolgreich erhalten. Sie werden eine Bestätigung per Mail erhalten.

Das Formular konnte nicht gesendet werden, bitte versuchen Sie es später erneut.
Drei Menschen hören einem Mann beim Sprechen zu.
Sie haben Fragen?

Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen.

Häufige Fragen und Antworten zu Mediation

Mediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konflikts. Dabei unterstützt ein neutraler Dritter – der Mediator – die Konfliktparteien dabei, eigenverantwortlich eine gemeinsame Vereinbarung zu erarbeiten, die den Bedürfnissen und Interessen aller Beteiligten entspricht. Im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren gibt es in der Mediation keine „Gewinner“ oder „Verlierer“. Der Ablauf folgt in der Regel fünf Phasen: von der Eröffnung und Bestandsaufnahme über die Klärung der Interessen bis hin zur Erarbeitung und schriftlichen Fixierung einer tragfähigen Lösung.

Der Begriff „Mediator“ allein ist nicht gesetzlich geschützt. Die Bezeichnung „Zertifizierter Mediator“ hingegen ist durch das Mediationsgesetz (MediationsG) und die dazugehörige Ausbildungsverordnung (ZertMediatAusbV), sowie durch den Bundesverband Mediation (BM) streng reglementiert. Unsere Ausbildung erfüllt die notwendigen Standards an Inhalten und Zeitumfang beider Zertifizierungen, damit Sie diesen Titel erlangen und qualitativ hochwertige Konfliktlösung anbieten können.

Grundsätzlich ist die Ausbildung zum Mediator für Menschen aus allen Berufsfeldern offen. Besonders wertvoll ist sie als Zusatzqualifikation für Führungskräfte, Juristen, Pädagogen oder Personalverantwortliche. An der Akademie Freiburg legen wir Wert auf eine gesunde Mischung aus Berufs- und Lebenserfahrung sowie die Bereitschaft zur Selbstreflexion, um Konflikte empathisch und neutral moderieren zu können.

Die Dauer hängt vom gewählten Kursformat ab, um eine optimale Vereinbarkeit mit dem Beruf zu gewährleisten. In der Akademie Freiburg umfasst die Ausbildung nach den gesetzlichen Standards 130 Präsenzstunden, verteilt auf mehrere Module über einen Zeitraum von etwa 8 bis 12 Monaten. Zusätzlich sind 20 Peergruppenstunden verpflichtet, dies gibt den Teilnehmenden Zeit, das Erlernte zwischen den Modulen in der Praxis zu erproben.

Das Einsatzgebiet ist breit gefächert. Neben der klassischen Familienmediation (z. B. bei Trennungen) gewinnen die Wirtschaftsmediation in Unternehmen, die innerbetriebliche Konfliktlösung sowie Mediationen im öffentlichen Bereich oder in der Nachbarschaft stark an Bedeutung. Viele Absolventen nutzen die Kompetenzen auch, um ihren bestehenden Führungsstil zu professionalisieren.

Eine klassische schriftliche Prüfung ist nicht vorgesehen. Stattdessen erstellen die Teilnehmenden im Verlauf der Ausbildung eine Präsentation, die im Abschlussmodul vorgestellt wird.

Die Ausbildung wird von einem interdisziplinären Team aus den Bereichen Wirtschafts- und Familienmediation begleitet. Die Teilnehmendengruppe ist bewusst heterogen und setzt sich aus Menschen unterschiedlicher Berufs- und Altersgruppen zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Praxis: Durch vielfältige Rollenspiele aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern sowie begleitende Reflexionen mit der Seminarleitung wird das Gelernte direkt angewendet und vertieft. Zudem findet die Ausbildung in kleinen Gruppen mit maximal 16 Teilnehmenden statt, was eine intensive und persönliche Lernatmosphäre ermöglicht.